Heimweh ? ? ? :-S Nööö :-D

Hi ya 😀

Hier bin ich mal wieder 🙂

Ich hab mich mal dazu entschieden neben dem Berichten auch so viele nützliche „Tipps“ wie möglich hier hin zu schreiben. Denn, ich weiß nicht wie’s euch geht, aber als ich in der Phase war als ich über ein Austauschjahr nachgedacht hab, und auch als ich grade bei der „Anmeldungsphase“ war, wollte ich so viele Blogs wie möglich lesen und so viele Tipps wie wie’s nur geht haben, damit auch jah nichts falsch läuft.. 😉

(Wenn ich manchmal unpassende Wörter benutze: Sorry, aber mir fallen die einfachsten Wörter manchmal nicht ein.. Das ist echt schrecklich. Letztens wusste ich nicht mehr wie man „Happy Birthday“ in Deutschland sagt… ;-O )

Also: Jedes Jahr ist verschieden, aber ich versuch mal mein Bestes zu tun.

Bei den Vorbereitungstreffen wurde uns immer was von so einer Kurve erzählt. Ich weiß nicht mehr genau wie sie geht. Dafür müsste ich nach oben in mein Zimmer gehen und suchen, aber dazu bin ich einfach zu faul 😉

Es ging aber so ungefähr, wie:

Erst alles supi, dann der Absturz nach ganz unten, dann langsam wieder hoch bis zu „neutral, eingewöhnt, happy“. 🙂 Also meine ersten „perfekten“ Wochen hab ich schon hinter mir, aber das Heimweh war jetzt irgendwie nicht so wirklich schlimm wie ich mir das vorgestellt hab. Ehrlich gesgt hab ich noch nicht mal richtig geweint. :-/ 😀 Und jetzt ist eigentlich alles wirklich so ganz gut und okay 🙂

Es gibt immer so kleine Sachen, die einem manchmal einfallen und die man vermisst. Oder die Clique, die beste Freundin. Oder der Freund. Oder den kleinen, nervigen aber besten Bruder in der ganzen Welt… aber wenn man sich da dran zu lange festhält, dann bringt das ja auch nichts oder? Also mein Tipp, den ihr aber auch noch oft genug hören werdet: Raus gehen! Was unternehmen! Freunde fragen ob sie diesen oder jenen Film noch nicht gesehen haben. Und wenn ihr noch keine wirklichen richtigen Freunde gefunden habt, dann seid nicht zu scheu um auch was alleine zu unternehmen.

Ich hatte letztens n freien Tag und musste ein Paket von irgendwo alleine abholen. Hab mich so ziemlich verirrt und war mit den Nerven so ziemlich am Ende, aber im Endeffekt bin ich noch heil nach Hause gekommen. 😉 Es müssen ja nicht so große Abenteuerreisen sein, aber einfach mal die Gegend erkunden kann ja auch nicht schaden oder? Und eigentlich sind da auch immer nette Leute, mit denen man was unternehmen kann 🙂 Also einfach viel unternehmen, damit man nicht so viel Zeit hat über all die schönen Dinge, die man vermisst, nachzudenken… Fragt auf jeden Fall ob es „Afterschool Clubs“ gibt, die euch interessieren könnten. Oder irgendwelche anderen Clubs außerhalb der Schule.

Da lernt man dann auch neue Leute kennen ;-).

Bei manchen ist das Heimweh schlimmer, bei manchen leichter(? Wort? 😉 ). Auslöser können immer anders sein, aber wenn man das erst mal überstanden hat, ist man doch happy dass man durchgehalten hat. 😀

Schon über einen Monat in England :-O :-D

Hallooo 🙂

Sorry, dass ich mich so lange nicht mehr gemeldet habe, aber ich habe hier wirklich immer was zu tun, also werde ich mich so ziemlich kurz fassen.

Ich hab mich jetzt endlich hier eingelebt, glaube ich. Meine Gastfamilie ist super nett und ich versteh mich auch super mit meiner französischen Gastschwester.

Die ersten richtigen Schultage waren, wie soll ich sagen, härter als ich es mir vorgestellt hatte, aber das kommt wohl daher, dass ich auf eine Schule gehe, wo alle schon so ziemlich an die ganzen Austauschschüler gewöhnt sind. Ich hab mich auch mit einer Klassenkameradin unterhalten und sie meinte auch, dass sie gar nicht wirklich wüsste, wie sie mit den ganzen Austauschschülern umgehen soll. Die meisten Austauschschüler in letzen Jahrgang waren ebenfalls deutsch und bilden sozusagen eine „deutsche Clique“ und sprechen auch immer deutsch. Ich persönlich finde das ein bisschen schade, aber naja. Aber inzwischen haben sich alle „englischen Mädchen“ glaube ich schon etwas mehr an mich gewöhnt. Immer schön englisch reden, lächeln und versuchen dich in Gespräche einzubringen oder Fragen stellen. Dann geht das schon. 🙂

Schule: Durch das ganze Schulsystem blicke ich immer noch nicht so ganz durch. Viel komplizierter als in Deutschland, finde ich. Ich weiß nicht, ob das nur an meiner englischen Schule so ist, aber ein Tipp von mir: Wenn dir der Schulstoff so ziemlich einfach vorkommt und du in einer Schulstunde ein oder zwei Kapitel durcharbeiten kannst, frag ob du den Kurs wechseln darfst, wenn die Noten für dich wegen der Versetzung in DL relevant sind, oder so. Ich habe den ersten Monat in Mathe Unterricht gehabt (in Jahr 11), in dem man Koordinaten in Koordinatensysteme eintragen musste und dann rausgefunden, dass ich in den „leichtesten Kurs“ gesteckt worden war. Ich mochte die Leute und find das auch voll schade, aber wenn du in dem Fach gut bist, dann frag lieber ob du wechseln kannst, weil ich in diesem „Level“ zum Beispiel als beste Note „nur“ ein „C“ erreichen konnte und das englische Schulsystem ist echt nicht schwierig. J

Einen richtigen Fortschritt bei meinem Englisch habe ich jetzt noch nicht bemerkt, aber ich hab ja noch etwa 8 Monate J Ich habe aber auf jeden Fall schon mehrere Vokabeln gelernt, und meiner Gastfamilie mit meinen „Beschreibungen“ viel Freude bereitet 😀 Es kommt auch irgendwie manchmal vor, dass ich plötzlich in meiner Schule deutsch rede und es nicht merke, oder wenn ich mit meiner Family skype mir manchmal die einfachsten deutschen Wörter nicht einfallen. Das ist dann auch witzig 😀

Mir geht’s auf jeden Fall gut. Ich kann gar nicht glauben, dass ich schon über 5 Wochen von zuhause weg bin. Einerseits fühlt sich das viel länger an und einerseits verfliegt die Zeit so schnell und jeden Freitag wenn ich nach Hause gehe, denke ich „Mist, schon wieder eine Woche rum.“.

 

Bis denne 😀

Meine ersten Tage in England – Teil 2: Das Camp, London, Camebidge und meine Gastfamilie

Noch bevor wir zum Camp gefahren wurden, brachte uns der Bus erst einmal in die Nähe von der Towerbridge, damit wir ein paar Fotos machen konnten. Wir hatten eine halbe Stunde Zeit, aber ich verbrachte die ganzeZeit mit drei weiteren Mädchen in Subway. Wir hatten halt Hunger. 😉

Danach hatten wir aber noch Zeit in London in der Oxford Street shoppen zu gehen. Mir kam es so vor als würden sich alle Läden immer wieder wiederholen. Wir sahen bestimmt fünf H&M-Läden… Dann sind wir mit dem Bus zurück zum Camp gefahren. Die Fahrt hat bestimmt zwei bis drei Stunden gedauert. Also hatte ich noch Zeit Schalf nachzuholen.

Im Camp angekommen wurden wir erst einmal in unsere Zimmergruppen eingeteilt. Das Abendessen war eingentlich auch ganz gut.

Den Nächsten Morgen mussten wir alle mit einer kalten Dusche starten, weil – wie wir später erfahren würden – die Sicherung rausgeflogen war… Auf jeden Fall war ich dann aber nach dem ersten Kälteschock wach. 🙂 Nach dem Mittagessen fuhren wir nach Camebrige. Ich liebe diese Stadt! Dort sind so viele schöne, alte, große Gebäude. Nach einer kleinen Rally, durften wir wieder allein durch die Stadt laufen. Das Abendessen war auch lecker. Komisch.(?) 😉

Am nächsten Tag sind wir nochmal nach London gefahren, waren auf dem London Eye, und am Buckingham Palace und ich habe natürlich auch Fotos gemacht. 🙂

Nach dieser kleinen Sightseeing-Tour sind wir zurück zum Flughafen gefahren, wo uns eigentlich die Partnerorganisation WHG abholen sollte, aber keiner da war. Bis wir dann endlich im Bus saßen und zu unseren Gastfmilien gefahren wurden, hatten wir bestimmt 2 Stunden gewartet. Aber egal. Zum lück war ich nicht alleine. Ein anderes Mädchen namens S. würde auch auf die gleiche Schule wie ich gehen und so waren wir nicht ganz alleine. An schlafen war hier nicht zu denken. Also hab ich die Landschaft beobachtet. Mein erster Eindruck war irgendwie: Ein Hügel nach dem anderen. Immer hoch und runter.  🙂

Als die ersten Gastschüler ausgeladen wurden und sie zu ihren Gastfamilien gingen, kam die Aufgerung dann schon. Bei mir eigentlich nicht, weil meine Gastfamilie noch im Urlaub war und ich so zwar nach Hause, also da wo ich auch wohnen würde, gebracht wurde, aber S.s Gastmutter uns abholte. (Die beiden Familien sind befreundet.) Etwas kompliziert und auch nicht so wichtig. 😉 Meine französiche Gastschwester war schon da. Der erste Eindruck von Bournemouth und meiner Umgebung war also auf jeden Fall positiv. Und das Essen war bis jetzt auch immer lecker. 😉

Am nächsten Tag lernte ich dann auch meine Gastfamilie kennen. Sie waren alle super nett und meine Gastbrüder waren am Anfang zwar etwas aufgeregt, aber auf jeden Fall auch voll süß. 🙂

Besser kanns hier gar nicht mehr werden und ich hab gar keine Zeit jemanden oder irgendwas zu vermissen.. 😛 Bis auf meine Gitarre. Aber die wird ja nachgeschickt 🙂

Also bis denne mal 🙂

Meine ersten Tage in England – Teil 1: Der Flug

Nach umständigen Koffer packen und der ersten richtigen Aufregung – endlich 😉 – stand ich jetzt samt Freund, Mutter, Vater, Oma etc. am Flughafen. Bei der Kofferaufgabe bin ich auch direkt auf ein anderes Mädchen gestoßen, dass wohl den gleichen Flug wie ich nehmen wollte. Danke Ayusa-T-shirts. 🙂

Nach der Kofferabgabe und den ganzen Verabschiedungen meiner Family – es wurde wirklich nicht geweint. 😉 Sorry Leute, aber ich war wohl mehr aufgeregt und happy als traurig 😛 – haben das Mädchen namens Isabel und ich uns dann angestellt um durch den Check zu gehen und ab da waren wir auf uns allein gestellt.

 

Jetzt hieß es erst einmal Handgepäckkontrolle :-).  Ich nahm also Schal, Gürtel, Armbänder etc ab. Da meinte Kontrolleur Nummer 1 auf eine meiner Taschen deutend: „Da ist ein Laptop drin oder? Hol den doch bitte Mal raus.“

Ich: „Aeh ja. Klar.“

Ich ging dann durch diese Schranke, die immer piept wenn man irgendwas metallenes anhat und natürlich hat sie auch bei mir gepiepst. Warum? Ich hatte vergessen mein Handy und Ohrstecker aus meiner Hosentasche rauszuholen. Wär ja nichts besonderes, wenn das alles gewesen wär. Nur hatte ich auch noch vergessen freiwillig mein Flüssigkeitenbeutel vorzuzeigen. Also wurde eine von meinen zwei Handgepäcktaschen noch einmal kontrolliert. Der Kontrolleur sah mich schon die ganze Zeit so an, als wär ich irgendeine Kleinkriminelle. Ich holte also die Flüssigkeiten nocheinmal raus, sie wurden nocheinmal durch dieses Röntgenband geschleust und alles okay. Dann kam aber NOCH ein Kontrolleur und wollte meine Tasche NOCHeinmal kontrollieren. Na super.

Ich wurde also von zwei Beamten zu so einer kleinen Ecke geführt, wo mich niemand sehen konnte und ich meine Tasche aufmachen sollte. Mit einem Tuch wurde dann über alle meine Sachen so gefühlt und ich musste wieder fünf Minuten warten. Der andere Beamte hat mich nicht mehr aus den Augen gelassen und ich muste mich fragen, wie diese ganzen Schmuggler und Drogendealer das hinbekommen nicht erwischt zu werden. Wahrscheinlich schmuggeln die aber nicht  durchs Handgepäck. Also ich wär für solche Jobs definitiv zu dämlich…

Auf jeden Fall durfte ich dann nach fünf Minuten gehen, aber ich bekam meine Tasche nicht zu, sodass der Beamte, der mich die ganze Zeit böse angestarrt hat mir helfen musste den Reißerschluss zuzubekommen. So PEINLICH! :-/

Nach gefühlten zwanig weiteren Kontrollen – und nach jeder einzelnen hatte ich natürlich immer wieder meinen Ausweis und meine Boardcard weggesteckt – kamen wir endlich im Wartezimmer an. Dort trafen wir dann auch auf andere AYUSA-Austauschschüler.

Der Flug war zeimlich ruhig. Ich bekam nur vor dem Start meine beiden riesigen Handgpäcktaschen nicht in diese Gepäckablagen hochgehieft, sodass ich den ganzen Gang blockierte, bis sich ein Mann meiner erbarmte und mir diese Last abgenahm.

Als wir über London flogen und ich das London Eye und die Tower Bride gesehen hab, dachte ich nur „Geil“. Bisher kannte ich das ja nur aus Bildern und meinen 5., 6. Klasse Englsich Büchern…

Die Landung war auch ziemlich gut.

Kennt ihr diese Art Rolltreppen, die nur keine Treppen, sondern flach sind? Also eher so Fließbänder für Personen? Tipp: Wenn ihr diese am Flughafen benutzt und euch gleichzeitig unterhaltet, denkt daran, dass diese Bänder nicht ewig lang sind. Stolpergefahr. Aua. Tut weh. 😉

Also nach diesem kleinen Sturz sind wir AYUSA-Leute dann zur Passkontrolle gekommen und hier wartete die nächste Herausforderung: Englisch sprechen und Fragen beantworten.

Der Mann an meinem Schalter meinte: „How old are you?“

Ich: „I’m fourteen.“

Er: „Okay. Where do you flown from?“

Ich: „I come from Germany.“

Er: „Where in Germany have you flown from?“

Ich: „I’m from Duisburg.“

Er: „No. Where have you FLOWN from.“

Ich: „AAAH. Düsseldorf.“

Er grinst mich so an, als wär ich ein Volldepp: „Correct answer. So, who is waiting for you?“

Na wenn ich das gewusst hätte. „I’m from the Organisation AYUSA and a women is waiting there to pick us up, but I don’t know her name.“

Er: „I can’t let you go. Have a seat please.“  Und deutete auf eine Bank gegenüber den Schaltern.

Ich dachte jetzt, der wollte mich nicht wegen meinem schlechten Englisch durchlassen, aber neben mir hatte Isabel das gleiche Problem. Und die nächsten AYUSA-Leute auch. Die wollten uns ALLE nicht durchlassen.

Also mussten wir erst mal ahnungslos dort warten. Nach und nach kamen auch noch andere Leute von uns an und die hatten alle das gleiche Problem… Anscheinend war niemand da um uns abzuholen. Sehr toll.

Also mussten wir dort eine geschlagene Stunde warten, bis wir durch durften und uns jemand erwartete. Und in dieser Empfangshalle warteten wir dann auch nochmal bis halb 10 bis wir endlich in den Bus steigen durften, der uns zum Camp fahren würde.

Also ein aufgregender 1. Tag in England. 🙂

noch 34 Tage – meine Platzierung

Hallööööle ihr da draußen ;-D

Also, was ist bei mir so in den letzten Tagen/Wochen passiert?

Ich habe jetzt endlich meine Platzierung bekommen und es hört sich alles supi an.

Ich habe eine Gastmutter, einen Gastvater und zwei kleine Gastbrüder. So sweet. Sie sind 5 und 7 Jahre alt. Meine Freundinnen haben mich gefragt, warum ich mich denn auf die kleinen Brüder freue, das wäre doch das schlimmste Alter überhaupt, aber ich glaube das wird kein Problem. Auf dem Foto, das meine Gastfamilie von sich mitgeschickt hat, sehen sie alle total süß aus.

Mein Onkel, meine Ma und Co. meinen alle sie sähen `typisch englisch` aus, aber was ist denn schon typisch englisch?

Mein Gastvater ist „Sprinter“. Hm. Vielleicht sollte ich auch mal wieder joggen gehen?! Was ist aus meiner mindestens-drei-mal-die-Woche-joggen-Disziplin geworden? Kann ja nicht sein, dass ich da ankomme und nur noch hinterherhecheln kann, wenn wir tatsächlich mal zusammen joggen gehen würden… 😀

Als meine Ma mir diesen weißen Umschlag mit der Platzierung gegeben hat, bin ich erleichtert mit Luftsprüngen durch die ganze Wohnung gehüpft (sorry Nachbarn, aber: 😀 ;-D). 😉

Also meine Familie(und ich) lebt in Bournemouth. Das ist an der Südküste von England. (Ihr könnt ja mal googeln. Google weiß alles 😉 ). Strand, Park und Schule sind ganz in der Nähe und ich denke, besser hätts nicht kommen können, oder?

Meine Schule ist eine reine Mädchenschule, aber ich find das hat was. Der Schwerpunkt liegt meine ich auf Wirtschaft. Ganz in der Nähe gibt’s noch eine Jungenschule, die sich auf Sport speziealisiert.

Ich hoffe ich kann erst mal ganz viele Fächer wählen, die ich hier nicht wählen kann. Z.B. Drama oder Tanzen. Tanzen kann man da als Sportfach wählen! Ist das nicht cool?! Es soll sogar ein Fach geben, das „Hair & Beauty“ heißt. Reine Mädchenschule halt ;-D.

Die Schuluniform ist Marineblau. Meine Ma und ich haben schon eine Bluse – Sie hat erst mal 15 Blusen rausgesucht und ich habe erst mal aussortiert welche denn okay wäre. Größe, Kragen, Aussehen etc. Eine ist übrig geblieben. – und zwei Paar schwarze schlichte Schuhe für den ersten Schultag geholt. Blusen, Rock, Blazer und Co. muss ich dann wohl dort vor dem ersten Schultag kaufen :-D.

Das erste Telefonat mit meiner Gastfamilie, bzw. Gastmutter war auch so ein Thema:

Donnerstag – Abend: Ich bekomme meine Gastfamilie. Am liebsten würde ich sofort anrufen, aber meine Ma hält mich ab. Ich solle erst einmal eine Mail schreiben.

Samstag – Morgen: Immer noch keine Antwort. Ich beschließe einfach mal anzurufen.

Ich starre den Hörer an und die Nummer, die vor mir liegt. Ich wollte Donnerstag doch am liebsten sofort anrufen. Warum kriege ich das jetzt nicht auf die Reihe?!

Meine Ma sitzt neben mir. „Was soll ich denn sagen?“, frage ich meine Ma, die sich bestimmt zwanzig Fragen notiert hat, was sie meine Gastmutter alles fragen möchte.

„Sag, ‘Hello. My name is Hannah. I just got the message that you will be my hostfamily…` Dir wird schon was einfallen.”

Ich: na super. „Oke, ich schaff das.“ Ich wähle die Vorwahl und die Nummer vom Haustelefon und nachdem ich die Nummer dreimal überprüft habe, wird mir das Telefon fast an das Ohr gedrückt. :-S 🙂 Ich warte, warte und warte; meine Ma schaut mich nervös, aufgeregt und irgendwie auch etwas vorwurfsvoll(?) an. „TUT. TUT“

Auf einmal: „The person you call is not available now. Please leave a message after the…” (oder so ähnlich)

Ich starre das Telefon an und … drücke auf rot.

Meine Ma: „Was ist los?“

Ich: „Das war der Anrufbeantworter.“

Ihre Nervösität verwandelt sich in Wut. „Und du hast aufgelegt? Das kannst du doch nicht machen. Du weißt doch wie sehr ICH dass allein hasse wenn jemand anruft und dann keine Nachricht hinterlässt. Das ist aber nicht sehr höflich. Und jeder Anruf kostet Geld! Nochmal!“

Ich starre – hin und hergerissen zwischen lachen und zittern – wieder auf das Telefon, nehme mir Schmierzettel und Stift und schreibe auf, was ich denn sagen könnte.

„Hello, This is Hannah from Germany and I just got the message you will be my hostfamily. I just wanted to call u and say that I am very excited to speak to you. Thank you so much that you chose me. I’m very happy and I am looking forward to speato you. And yeah, you could send me an e-mail, so I will call you back. Actually I think This is it… so yeah, bye bye. And Thank you again.”, lautet also meine Ansprache, die ich auf den Telefonbeantworter quatsche. Ich sehe aus den Augenwinkeln, wie meine Ma ihr Gesicht verzieht und merke, dass ich viel zu schnell spreche, aber irgendwie kann ich meinen Blick nicht von dem Zettel lenken.

Direkt nach ‚Again‘ drücke ich auf rot und schaue meine Ma an. Kennt ihr diesen Blick, wenn jemand so aussieht als müsse er weinen und gleichzeitig lachen? Nun, in dem Fall ist  dieser Gesichtsausdruck nicht sehr ermutigend.

„Wie hast du das denn gesagt?“, fragt mich meine Mutter abschätzig mit einem gewissen Schock im Gesichtsausdruck. „So gefühlslos, ohne Betonung… Als wärst du eine Telefondame. Hoffentlich denken die jetzt nicht du wärst völlig gefühlslos. Was die jetzt denken werden….“

Ich denke nur „Danke, Ma!“ und würde am liebsten mein Gesicht in den Händen vergraben…

Dienstag: immer noch keine Mail. Also beschließe ich nochmal anzurufen.

Wieder sitzt meine Ma neben mir und ich lausche auf dieses grausame „TUT.TUT.TUT.“ Alle guten Dinge sind doch drei oder? Hoffentlich!

Auf einmal meldet sich da eine Stimme. „Hello?“

„Ah ähm this is hannah from Germany.“

“Ah, hello Hannah!” Ich schließe auf meine Gastmutter. „You just got the message we will be your hostfamily?“

“Äh yeah. I just got the message you will be my hosfamily.”

“Well, it was a few days ago”, wirft meine Ma dazwischen. Das war natürlich klar.

“Äh yeah actually it was one, two, three, four… five days ago!” Super, da habe ich wenigstens meine Zählenskünste zur Schau gestellt… :-S „But we couldn’t reach you by now.“, sage ich noch schnell hinterher.

„Ah alright. So you speek english very well.”

“Ähm, thank you, but … I don’t really think so…”, stottere ich. Mist, das war jetzt falsch oder? War das nicht extra höflich? Müsste ich jetzt nicht auch ein Kompliment zurück geben.

Gott bin ich aufgeregt. Das ist ja schlimmer als vor ner Jury einen eigenen Song zu spielen. Es kommt ja auf diesen einen Eindruck an. Hoffentlich wirke ich nicht zu verpeilt.

Meine Ma bedeutet mir auf laut zu stellen und ich frage ob das okay ist.

Ab da nimmt meine Ma mir eigentlich das ganze Gespräch aus den Händen nicht ohne hundertmal zu erwähnen, wie erleichtert sie doch sei, dass ich jetzt eine Gastfamilie hätte. Die beiden reden darüber was ich mitnehmen muss und dass es in England im Moment nur regnet. Als ich wieder das Telefon habe, erfahre ich, dass ich vielleicht noch eine etwas jüngere französische Gastschwester haben werde und dass sie im Moment auch eine deutsche Austauschschülerin beherbergen. Ich werde an sie weiter gereicht und kann wieder deutsch sprechen und etwas runter kommen. Sie beruhigt mich, dass alles da richtig gut ist und die Schule auch gar nicht soooo streng ist, wie es sich auf diesen ganzen Formularen anhört.

Am Ende des Telefonats muss ich grinsen. Ich glaube meine Ma hat dieses Telefonat mehr beruhigt als irgendetwas anderes. Das nächste mal nehme ich mir aber vor auch mal alleine mit meiner zukünftigen Gastfamilie zu sprechen. 😀

 

Eigentlich bin ich voll happy :-D, aber irgendwie auch etwas unsicher. Ich werd das jetzt nicht alles hinschmeißen oder so – Nie im Leben! – , aber meine Family, meine Freunde, meinen Freund etc. ganze zehn Monate hier zu lassen… ist schon hart. Ich bin zwar nicht so der Heimwehtyp, aber … Können die nicht mitkommen? ;-D

=) – Immernoch in DL

Morgen Leute. 🙂

Ich bin’s, Hannah.

Vielleicht sollte ich mich erst mal vorstellen. 🙂 Ich bin 14 Jahre alt und fliege Ende August nach England. Ich liebe Musik, spiele Gitarre,  komponiere selber Songs und liebe es auf der Bühne zu stehen. Neben meinem höchst stressigen Popstarleben treffe ich mich  mit Freunden, gehe ins Kino und lese Bücher, Äpfel (Yaa Äpfel 🙂 ) und Smilies 😀 (Always smile! :-D). Im Moment lese ich den zweiten Teil von „Skullduggery Pleasant“ und komme davon einfach nicht mehr los. Ehrlich gesagt  habe ich keine Ahnung wie ich so einen Blog schreiben soll, also fang ich einfach mal an euch mein spannendes Leben zu schildern ;-D.

Also dann:

In letzter Zeit werde ich immer öfter gefragt, ob ich nicht aufgeregt sei; demnächst verbringe ich ja ein ganzes Jahr in England. Meine Antwort fällt eigentlich immer ziemlich gleich aus: „Äh nö. Ich realisier das noch gar nicht. Und außerdem sind‘s ja nur 10 Monate.“ Ob ich denn wisse wo es hingeht? „Nope.“ ;-D Aber in 10 Monaten kann sich doch ganz schön viel verändern… „Jop. Das stimmt wohl. Aber es ist eine einmalige Gelegenheit. Das wird schon werden. Und wahre Freunde bleiben Freunde; egal ob in Deutschland oder England.“

Klar bin ich ein bisschen aufgeregt und frag mich manchmal, wie die Zeit in England wohl wird. Trinken die Briten wirklich so viel Tee? Und hoffentlich verhungere ich da auch nicht! Findet sich überhaupt eine Gastfamilie für mich?

Ich glaube, wenn ich bei meiner Gastfamilie ankomme denk ich erst mal „Jap, Hannah, jetzt stehst du wohl auf deinen eigenen Füßen“ 😀

Meine Freunde witzeln gelegentlich und machen mir richtig viel Mut, dass das Wetter in England ja so toll ist und jeder allein wegen dem Essen nach England will. Sie finden es auch höchst amüsant, dass ich dort mit Schuluniform rumlaufen werde 😉 Aber so schlimm wird es schon nicht werden ;-).

Bis jetzt kenn ich weder meine Schule, noch die Region, in die ich komme, oder meine Gastfamilie… Ich weiß nur, wann ich nach London fliege. Whuuuuu London 😀 Yeay 😀

Vielleicht will mich ja auch gar keiner? 😉 Aber ich habe mir sagen lassen, dass das Quatsch ist. Die meisten Austauschschüler bekommen ihre Familie wohl so 2 bis 6 Wochen vor Programmbeginn…

Ich glaube, meine Mutter ist aufgeregter als ich. 😀 Kennt ihr das? Man selbst ist noch völlig ruhig und geht die Sache noch relativ gechillt an und seine Mutter erstellt ganz viele Listen, was vor England noch zu erledigen ist? 😉 Nun ja, die Liste hab ich auch gemacht. Aber nur mental. 😀

Auf jeden Fall muss ich das noch irgendwie mit der Schuluniform hinbekommen. Obwohl noch nicht klar ist, auf welche Schule ich gehe, habe ich ein Formblatt zur Schuluniform bekommen, das ich mit Maßen ausfüllen musste. Von Knie bis Fuß, Bauchumfang und so etwas. Problem nur: Das Blatt war in Englisch. Ich befürchte, dass ich für ein paar Angaben zu dämlich war. Ich mein der Rock kann doch nicht 70 cm lang sein oder? Und braucht man eigentlich zwei Schuluniformen? Falls eine dreckig wird oder so… Wenn ich die in England noch besorgen muss, kann das ja heiter werden ;-D.

Ein anderes Thema ist „Gastgeschenke“. Was soll man jemandem, den man gar nicht kennt, mitbringen? Die Broschüren sagen entweder etwas typisch Deutsches oder etwas Persönliches.

Hm. Vielleicht einen Eierpiekser? Der soll typisch deutsch sein. 😀 Stellt euch vor, man kennt keinen Eierpiekser. Wie kochen die Briten denn ihre Frühstückseier? 😀 (okay auch nicht jeder Deutsche kennt das 🙂 )

Oder ich nehme eine CD mit selbstkomponierten Liedern mit. Das wäre auf jeden Fall persönlich. 🙂 Oder deutsche Schokolade. Schokolade ist immer gut ;-). Eine Freundin von mir meinte, britische Schokolade sei schrecklich. :-S Aber das ist Schokolade. Die muss lecker sein! 😀 Aber ich geh ja nach England, und kann mir mein eigenes Bild zu machen. 😀

Warum will ich eigentlich nach England?

Ich liebe England, die britischen Filme (schon mal was von „Frontalknutschen“ oder Hugh Grant gehört *_*) und natürlich die Harry Potter-Serie. Oh ich muss auf jeden Fall manche Drehorte von den Filmen besuchen! England ist nicht so weit weg. Ich könnte in den Ferien ja mal meine zukünftigen Freunde besuchen. ;-D Und ich mag Regen. 😀 Ich glaube, das ist ganz vorteilhaft, wenn man nach England geht 😉

Es wird oft gesagt, man komme eher in eine ländlichere Region. Ich hoffe, ich bin dort nicht völlig abgeschottet. Obwohl  ich mir das Ländliche auch gut vorstellen könnte.

Am besten hoffe ich aber gar nichts. Dann bin ich später nicht enttäuscht. ;-D

Ich hab ja schon ganz schön viel hinter mir, wenn ich so zurückblicke. Diese ganze kurzfristige Bewerbungshektik, das Teilstipendiumsauswahltreffen, das Vorbereitungstreffen in Köln… und jetzt sind es nur noch 2 1/2 Monate. In ziemlich genau 69 Tagen bin ich in London und denk nur „Wow“. 😀

Mal gucken, wie das alles wird. Aber trotz der vielen unbekannten Ungewissheiten habe ich ein ganz gutes Gefühl dabei. 🙂