Meine ersten Tage in England – Teil 1: Der Flug

Nach umständigen Koffer packen und der ersten richtigen Aufregung – endlich 😉 – stand ich jetzt samt Freund, Mutter, Vater, Oma etc. am Flughafen. Bei der Kofferaufgabe bin ich auch direkt auf ein anderes Mädchen gestoßen, dass wohl den gleichen Flug wie ich nehmen wollte. Danke Ayusa-T-shirts. 🙂

Nach der Kofferabgabe und den ganzen Verabschiedungen meiner Family – es wurde wirklich nicht geweint. 😉 Sorry Leute, aber ich war wohl mehr aufgeregt und happy als traurig 😛 – haben das Mädchen namens Isabel und ich uns dann angestellt um durch den Check zu gehen und ab da waren wir auf uns allein gestellt.

 

Jetzt hieß es erst einmal Handgepäckkontrolle :-).  Ich nahm also Schal, Gürtel, Armbänder etc ab. Da meinte Kontrolleur Nummer 1 auf eine meiner Taschen deutend: „Da ist ein Laptop drin oder? Hol den doch bitte Mal raus.“

Ich: „Aeh ja. Klar.“

Ich ging dann durch diese Schranke, die immer piept wenn man irgendwas metallenes anhat und natürlich hat sie auch bei mir gepiepst. Warum? Ich hatte vergessen mein Handy und Ohrstecker aus meiner Hosentasche rauszuholen. Wär ja nichts besonderes, wenn das alles gewesen wär. Nur hatte ich auch noch vergessen freiwillig mein Flüssigkeitenbeutel vorzuzeigen. Also wurde eine von meinen zwei Handgepäcktaschen noch einmal kontrolliert. Der Kontrolleur sah mich schon die ganze Zeit so an, als wär ich irgendeine Kleinkriminelle. Ich holte also die Flüssigkeiten nocheinmal raus, sie wurden nocheinmal durch dieses Röntgenband geschleust und alles okay. Dann kam aber NOCH ein Kontrolleur und wollte meine Tasche NOCHeinmal kontrollieren. Na super.

Ich wurde also von zwei Beamten zu so einer kleinen Ecke geführt, wo mich niemand sehen konnte und ich meine Tasche aufmachen sollte. Mit einem Tuch wurde dann über alle meine Sachen so gefühlt und ich musste wieder fünf Minuten warten. Der andere Beamte hat mich nicht mehr aus den Augen gelassen und ich muste mich fragen, wie diese ganzen Schmuggler und Drogendealer das hinbekommen nicht erwischt zu werden. Wahrscheinlich schmuggeln die aber nicht  durchs Handgepäck. Also ich wär für solche Jobs definitiv zu dämlich…

Auf jeden Fall durfte ich dann nach fünf Minuten gehen, aber ich bekam meine Tasche nicht zu, sodass der Beamte, der mich die ganze Zeit böse angestarrt hat mir helfen musste den Reißerschluss zuzubekommen. So PEINLICH! :-/

Nach gefühlten zwanig weiteren Kontrollen – und nach jeder einzelnen hatte ich natürlich immer wieder meinen Ausweis und meine Boardcard weggesteckt – kamen wir endlich im Wartezimmer an. Dort trafen wir dann auch auf andere AYUSA-Austauschschüler.

Der Flug war zeimlich ruhig. Ich bekam nur vor dem Start meine beiden riesigen Handgpäcktaschen nicht in diese Gepäckablagen hochgehieft, sodass ich den ganzen Gang blockierte, bis sich ein Mann meiner erbarmte und mir diese Last abgenahm.

Als wir über London flogen und ich das London Eye und die Tower Bride gesehen hab, dachte ich nur „Geil“. Bisher kannte ich das ja nur aus Bildern und meinen 5., 6. Klasse Englsich Büchern…

Die Landung war auch ziemlich gut.

Kennt ihr diese Art Rolltreppen, die nur keine Treppen, sondern flach sind? Also eher so Fließbänder für Personen? Tipp: Wenn ihr diese am Flughafen benutzt und euch gleichzeitig unterhaltet, denkt daran, dass diese Bänder nicht ewig lang sind. Stolpergefahr. Aua. Tut weh. 😉

Also nach diesem kleinen Sturz sind wir AYUSA-Leute dann zur Passkontrolle gekommen und hier wartete die nächste Herausforderung: Englisch sprechen und Fragen beantworten.

Der Mann an meinem Schalter meinte: „How old are you?“

Ich: „I’m fourteen.“

Er: „Okay. Where do you flown from?“

Ich: „I come from Germany.“

Er: „Where in Germany have you flown from?“

Ich: „I’m from Duisburg.“

Er: „No. Where have you FLOWN from.“

Ich: „AAAH. Düsseldorf.“

Er grinst mich so an, als wär ich ein Volldepp: „Correct answer. So, who is waiting for you?“

Na wenn ich das gewusst hätte. „I’m from the Organisation AYUSA and a women is waiting there to pick us up, but I don’t know her name.“

Er: „I can’t let you go. Have a seat please.“  Und deutete auf eine Bank gegenüber den Schaltern.

Ich dachte jetzt, der wollte mich nicht wegen meinem schlechten Englisch durchlassen, aber neben mir hatte Isabel das gleiche Problem. Und die nächsten AYUSA-Leute auch. Die wollten uns ALLE nicht durchlassen.

Also mussten wir erst mal ahnungslos dort warten. Nach und nach kamen auch noch andere Leute von uns an und die hatten alle das gleiche Problem… Anscheinend war niemand da um uns abzuholen. Sehr toll.

Also mussten wir dort eine geschlagene Stunde warten, bis wir durch durften und uns jemand erwartete. Und in dieser Empfangshalle warteten wir dann auch nochmal bis halb 10 bis wir endlich in den Bus steigen durften, der uns zum Camp fahren würde.

Also ein aufgregender 1. Tag in England. 🙂

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